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Sportiv

Vor einiger Zeit hatten PeZwo und ich in einem Anfall von geistiger Umnachtung beschlossen, heuer gemeinsam beim Sie & Er Lauf anzutreten. Da keinem von uns irgendwelche glaubwürdigen, plausiblen Ausreden um zu kneifen mehr eingefallen waren, blieb uns also nichts anderes übrig, als das heute auch durchzuziehen.

Wie es IHM dabei ergangen ist, ist hier nachzulesen. Und hier die ganze Geschichte nochmals aus der weiblichen Perspektive:

Der Tag begann damit, dass ich eingedenk des eher ungünstigen Wetterberichts bei einem ersten Blick aus dem Fenster zum Schluss kam, dass es ja gar nicht so schlimm ist. Ich revidierte die Meinung spätestens zu dem Zeitpunkt, als Katze Nr. 2 - relativ erfolglos übrigens - versuchte, draußen vorbeijagende Schneeflocken durch die geschlossene Fensterscheibe zu fangen.

Etwa 20 Minuten vor dem Startschuss, der übrigens pünktlich am Faschingsbeginn um 11.11 Uhr erfolgte, trafen wir am Ort des Geschehens ein. Die Zeit reichte für mich, um festzustellen, dass es erstens verdammt kalt und zweitens verdammt nass war und meine Regenjacke nicht unbedingt wasserdicht ist. Von meinen Laufschuhen wusste ich das ja bereits, was mich allerdings nicht daran hinderte, schon vor Laufbeginn versehentlich in eine Wasserlacke zu treten.

Beim Sie & Er Lauf laufen die jeweiligen Laufpartner nacheinander. Wir hatten entschieden, dass PeZwo zuerst läuft. Für mich hieß das also erst mal warten, wobei es dummerweise nicht wärmer und auch nicht weniger nass wurde und die Regenjacke auch weiterhin nicht ihren Pflichten nachkam. Obwohl ich versuchte, mich aufzuwärmen, ging ich schließlich doch ein bisschen unterkühlt ins Rennen, als PeZwo seine Runde ziemlich erschöpft beendet hatte.

Schon auf den ersten Metern stellte ich fest, dass es heute nicht besonders gut laufen würde. Ich war offenbar doch noch etwas von der Erkältung der letzen Woche angeschlagen, fühlte mich schlapp und bekam durch die Nase keine Luft. Gut, die Natur hat ja zum Glück vorgesorgt und als Alternative Atmung durch den Mund vorgesehen. Bei Temperaturen wie den heutigen und dem Husten, den ich seit einigen Tagen pflege, war das aber dummerweise nicht wirklich angenehm.

Der Lauf gestaltete sich überhaupt schwierig. Die gesamte Strecke war voll rutschigem Schneematsch, was ohnehin verhindert hätte, dass ich wirklich schnell gelaufen wäre, hätte ich denn Luft bekommen.

Nach ein paar hundert Metern wurden meine Beine immer schwerer. Kein Wunder, meine Socken hatten sich mit Wasser vollgesogen (habe ich schon erwähnt, dass meine Lauf-Schuhe nicht wasserdicht sind?) und ich veranstaltete in meinen Schuhen sowas wie eine Kneipp-Kur.

Obwohl 4 km normalerweise kein Problem für mich darstellen, zog sich der Lauf heute doch ziemlich hin und ich war heilfroh, als ich endlich den Zieleinlauf vor mir sah.

Oft ist es ein ziemliches Hochgefühl, wenn man durch das Ziel läuft, aber heute war mir alles relativ egal. Ich war tropfnass und ich wollte einfach nur ins Trockene.

Ich denke, wir haben eine durchaus sehenswerte Show geliefert, als wir dann im Auto versuchten, uns der durchnässten Laufsachen zu entledigen und diese gegen trockene Alltagskleidung auszutauschen.

Alles in allem war es heute im Grunde genommen FURCHTBAR. Aber ich bin verrückt, denn eines steht fest: Wenn es irgendwie geht, bin ich nächstes Jahr wieder mit dabei!

Am Wochenende habe ich lauter gute Vorsätze gefasst. Unter anderem auch, wieder mehr Sport zu betreiben (schließlich soll ja Bewegung ganz phantastisch bei der Stressbewältigung helfen).

Aber welcher Teufel hat mich da bloß wieder geritten, als ich zugesagt habe, heute mit meinen Eltern joggen zu gehen?

Laufen gehört nicht grade zu meinen Lieblingssportarten und es kostet mich immer ungeheure Überwindung, damit überhaupt anzufangen. Dazu kam dann heute noch so schätzungsweise 100 Grad Celsius und exakt 0 (in Worten: Null) Schatten auf der Donauinsel!

Aber wenn meine Mutter (60) mit ca. 15kg Übergewicht das kann, dann kann ich das natürlich schon längst (oder so...).

Momentan bin ich nicht ganz sicher, ob ich noch lebe...