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Momentan habe ich wieder mal eine nachdenkliche Phase.

Heute vor drei Jahren, zum Beispiel, war ich an einem ziemlichen Tiefpunkt in meinem Leben. Das Jahr 2002 war für mich das Jahr der Verlusterlebnisse. Auch wenn die Erinnerung an einige der damaligen Situtationen auch heute noch manchmal hoch kommt und damalige Verletzungen und Demütigungen nach wie vor schmerzen, habe ich in letzter Zeit oft überlegt, was ich alles versäumt hätte, wenn das damals alles nicht passiert wäre.

Dieses Weblog hier gäbe es zum Beispiel nicht. Das an und für sich wäre ja keine Tragödie, aber den vielen lieben Leute, die ich dadurch kennen gelernt habe und heute teilweise zu meinen Freund/innen zählen darf, wäre ich dann nie begegnet. Und das wäre jammerschade!

Oder meinen jetzigen Job und die netten Arbeitskolleg/innen, die zunehmend auch zu Freund/innen werden, hätte ich nicht. Damit wären mir möglicherweise interessante Herausforderungen, viel Spaß und zahlreiche gute Gespräche entgangen, die ich nicht mehr missen möchte.

Auch in puncto Persönlichkeitsentwicklung hat sich in den letzten drei Jahren einiges bei mir getan. Ich habe so manche "rote Linie" überschritten und bin manchmal richtig erstaunt darüber, wie ich mich verändert habe.

Selbst wenn einiges in meinem Leben (noch) nicht so recht passt, war es im Endeffekt gut, dass es so gekommen ist, wie es gekommen ist und wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich zwar versuchen, aus manchen Situationen mit mehr Würde hinaus zu kommen, aber ich würde das, was ich damals noch als schweren Verlust bezeichnet hätte, nicht mehr zurück haben wollen. Und das ist gut so.