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Katze Nr. 1 ist grade dabei, mich zu dressieren. Sie bringt mir ein etwas zerkautes Frühstücksspeckimitat aus Plastik (aus dem Kaufmannsladen der Kinder geklaut) und lässt es neben mir aufs Sofa fallen. Meine Aufgabe ist es dann, das Teil in hohem Bogen zu werfen. Sie fängt es dann entweder im Flug auf oder hechtet hinterher, bringt es wieder und ich muss wieder werfen. Und wenn ich nicht schnell genug pariere, dann maunzt sie seit neuestem auffordernd. Aber dass muss sie nicht allzu oft tun, mittlerweile bin ich schon recht gut - immerhin machen wir das so ungefähr 700x am Tag.

Schon wieder diese Unruhe in mir, von der ich nicht weiß, was sie bedeuten soll. Der Drang, irgendwas machen zu müssen ohne gleichzeitig die geringste Idee, was. Und aus dieser Verwirrung heraus absolut nichts tun, was aber noch unrunder, hektischer, nervöser macht. Manchmal kenn ich mich mit mir selber nicht aus!

Edit: Wie "Ruhe vor dem Sturm". Nur ohne Ruhe.

Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau rausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch etwas noch Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt.

Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.


(Douglas Adams, "Das Restaurant am Ende des Universums")


Ich denke, die zweite Theorie stimmt ;-)